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MEDIADG

Der Verbund der Bibliotheken und Mediotheken der
Deutschsprachigen Gemeinschaft Belgiens

Lorenz PAASCH
Koordinator für Schulmediotheken und
MEDIADG im Ministerium
der Deutschsprachigen Gemeinschaft

 
I. Die teilnehmenden Bibliotheken/Mediotheken:

Dem Verbund MEDIADG sind zur Zeit angeschlossen:
• die „zentralen“ öffentlichen Bibliotheken der Deutschsprachigen Gemeinschaft:

I. Medienzentrum Eupen
II. Öffentl. Pfarrbibliothek Sankt Vith
III. Öffentl. adoptierte Pfarrbibliothek Kelmis
IV. Öffentl. Pfarrbibliothek Büllingen

• die Schulmediotheken folgender Sekundarschulen der Deutschsprachigen Gemeinschaft: Bischöfliche Schule Sankt Vith, Robert-Schumann-Institut Eupen, Bischöfliches Institut Büllingen, Maria-Goretti-Institut Sankt Vith (ab Jan. 2008) und - im Rahmen eines grenzüberschreitenden INTERREG-Projektes realisiert - die Schulmediothek des Regino-Gymnasiums in Prüm / Rheinland-Pfalz (ab Okt. 2007). Die weiteren Gymnasien werden in den kommenden Jahren folgen.
• die Pädagogischen Mediotheken der Autonomen Hochschule der Deutschsprachigen Gemeinschaft in Eupen und Sankt Vith

II. Das Konzept des Verbundes „MEDIADG“

• MEDIADG ermöglicht die Online-Suche nach Medien von jedem PC mit Internetanschluss aus (von zu Hause, in der Bibliothek, in der Schule), sowohl im Bestand jeder einzelnen angeschlossenen Öffentlichen Mediothek (ÖB), Schulmediothek (SM) oder Pädagogischen Mediothek (PM) als auch im Gesamtbestand aller angeschlossenen Bibliotheken/Mediotheken. Dabei kann der Nutzer den Standort jedes Mediums in der betreffenden Mediothek/Bibliothek, dessen Status (Präsenzbestand, verfügbar, entliehen oder zum Transport) sofort ablesen;

• MEDIADG optimiert für den Nutzer die Chance, das gesuchte Medium auch zu finden dadurch, dass nicht nur im Bestand der „eigenen“ Bibliothek, sondern im Gesamtbestand aller angeschlossenen ÖB, SM und PM der DG gesucht werden kann (z. Z. etwa 250.000 Medien);

• MEDIADG ermöglicht allen Nutzern mit einem gültigen Leserausweis sowohl die Vor-Ort-Ausleihe in jeder der angeschlossenen Öffentlichen Bibliotheken/Mediotheken als auch die Online-Bestellung aus dem Bestand jeder angeschlossenen Bibliothek/Mediothek in die nächste Öffentliche Bibliothek bzw. in die eigene Schulmediothek oder Pädagogische Mediothek;

• MEDIADG ist einfach zu handhaben und schnell: OHNE dabei - wie etwa beim VBRPExpress - ein zusätzliches Bestellformular ausfüllen und eine E-Mail absenden zu müssen, erfolgt die Bestellung unmittelbar über den OPAC, und somit in Echtzeit. Über einen (vorerst) wöchentlichen Kurierdienst werden die Medien zur ausgewählten Bibliothek/Mediothek gebracht;

• MEDIADG öffnet den Bestand der Schulmediotheken und der Pädagogischen Mediotheken auch für die Nutzer der Öffentlichen Bibliotheken, ohne deren Charakter als Schulmediothek oder als Pädagogische Mediothek zu beeinträchtigen oder gar in Frage zu stellen. Konkret: Jeder Nutzer einer angeschlossenen Öffentlichen Bibliothek mit gültigem Leserausweis kann Medien aus den Schulmediotheken und Pädagogischen Mediotheken ausleihen, ohne diese betreten zu dürfen/müssen. Auf diese Weise werden die oft teuren Sachbücher der Schulmediotheken auch für Fort- und Weiterbildungen aller Bürger nutzbar;

• MEDIADG erfordert / fördert wegen der Vernetzung die Zusammenarbeit zwischen Schulmediotheken, Öffentlichen Bibliotheken und Fachbibliotheken (Synergieeffekte);

• MEDIADG wird ab dem 01. Oktober 2007 Schnittstelle für die Ausleihe von Medien aus den Bibliotheken der Virtuellen Bibliothek Rheinland-Pfalz (VBRPexpress) sein und voraussichtlich ab Ende 2007 Schnittstelle für die Nutzung von EDMOND (Elektronische Distribution von Medien on Demand) des Landschaftsverbandes Rheinland, d.h. die Lehrer der DG können mittels ihres MEDIADG-Lehrerausweises die EDMOND-Medien für den Unterricht abrufen.

III. Die Verwirklichung des Konzeptes

Voraussetzung für die Verwirklichung des Verbundes war die bereits 1993 von der Regierung der Deutschsprachigen Gemeinschaft (DG) getroffene Entscheidung, die Bestände der öffentlichen Bibliotheken über ein einheitliches Bibliotheksverwaltungsprogramm (BIBLIOTHECA der Fa. BOND) katalogisieren zu lassen.

Das Konzept der Vernetzung wurde im Rahmen der 2001 getroffenen Entscheidung der Regierung der DG, die Sekundarschulen und die Hochschule der DG mit modernen Schulmediotheken auszustatten, entwickelt. Der Verbund MEDIADG wurde im Dezember 2003 offiziell frei gegeben.

In enger Kooperation mit der Firma BOND wurden die bis dahin in jeder Bibliothek/Mediothek auf lokalen Servern mit dem Verwaltungsprogramm BIBLIOTHECA2000 katalogisierten Medien in einen Zentralkatalog (Oracle-Datenbank) konvertiert und zusammengeführt; die zentralen Server (Datenserver, Terminalserver und Web-Opac-Server) werden von der Firma WIN in Namur gehostet, die Datenbank wird durch die Firma BOND im Rahmen eines Pflegevertrages über Fernwartung zentral gepflegt.

 
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